Selbstwert stärken in 4 Schritten

von Team Zelltuning
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Über einen gesunden Selbstwert zu verfügen ist einer der Schlüssel zu Glück, Erfüllung und Gesundheit. Menschen mit gutem Selbstwertgefühl leiden Studien zufolge seltener an Depressionen und sind häufig zufriedener mit ihrem Beruf und in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen. Der positive Effekt von Selbstwert auf den Erfolg der Jobsuche ist neueren Erkenntnissen nach dabei sogar ausschlaggebender als die negativen Folgen von Arbeitslosigkeit auf das eigene Selbstwertgefühl.

Doch leider fällt es den meisten Menschen nicht leicht, sich selbst wirklich zu mögen und mit sich im Reinen zu sein. Der Grundstein dafür wird schon in der frühen Kindheit gelegt, weswegen es wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder ausreichend loben und Leistungen anerkennen.

Es ist aber nie zu spät, den eigenen Selbstwert unter die Lupe zu nehmen und ihn zu stärken. Die folgenden Schritte umfasst einfache Tipps und Denkübungen, mit denen Sie lernen können, sich selbst mehr Wert beizumessen und mit mehr Selbstbewusstsein und Selbstliebe durchs Leben zu gehen.

Wie äußert sich der Selbstwert?

Der eigene Selbstwert hat mehr Einfluss auf die kleinen und großen Aspekte in unserem Leben, als uns häufig bewusst ist. Er wirkt sich darauf aus, wie glücklich wir in einer Beziehung sind, wie gut wir mit Stress und Herausforderungen umgehen und wie erfolgreich und zufrieden wir auf der Arbeit sind.

Wer ein gutes Bild von sich selbst hat, hat dabei stets die besseren Karten. Soziale Bindungen fallen demjenigen oder derjenigen leichter, im Job erbringt er oder sie bessere Leistungen und für Probleme findet er oder sie schneller eine Lösung. Häufig ist das Selbstwertgefühl nicht das Ergebnis äußerer Umstände, sondern Ursache oder Voraussetzung.

Wie Sie Ihr Leben leben, ist Ausdruck Ihres Selbstwertgefühls. Bildquelle: Unsplash / Bruce Mars

Ein Anzeichen für ein schwaches Selbstwertgefühl sind Minderwertigkeitsgefühle und der Eindruck, ständig unterlegen zu sein. Es äußert sich in Beziehungen durch starke Verlustängste und der Furcht vor dem Zurückgewiesen werden – was dann nicht selten ebenjenes hervorruft.

Auch kleine, alltägliche Entscheidungen sind nicht selten ein Spiegel Ihres persönlichen Selbstwerts. Stellen Sie sich dazu einmal folgende Fragen:

  • Wie häufig nehmen Sie sich eine Pause, wenn Sie erschöpft sind?
  • Sagen Sie „ja“, auch wenn Sie eigentlich „nein“ sagen möchten?
  • Achten Sie auch an emotional herausfordernden Tagen auf Ihre Ernährung?
  • Wie oft siegt der Schweinehund über den Willen, Sport zu machen?
  • Wann haben Sie das Letzte mal jemandem gesagt, dass er Sie und Ihre Gefühle verletzt hat?
  • Fühlen Sie sich in Ihrem Zuhause wohl?
  • Wie häufig plagen Sie Selbstzweifel?

Jemand, der sich selbst genug wert ist, achtet stärker auf seine persönlichen Bedürfnisse, seinen Körper und seine Umgebung. Auch Sie sollten es sich wert sein, gesunde, wohltuende Beziehungen zu führen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, sich genügend zu bewegen, in einem schönen Zuhause zu wohnen und sich regelmäßig zurückzuziehen, um die Batterien wieder aufzuladen.

In 4 Schritten zu mehr Selbstwertgefühl

Die folgenden Schritte helfen Ihnen, genau das oben Beschriebene zu lernen und somit ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen.

1. Begeben Sie sich in gute Gesellschaft.

Menschen sind und bleiben soziale Wesen. Einsamkeit und häufiges Alleinsein wirken sich in der Regel negativ auf den Selbstwert aus. Zwar ist es wichtig, sich ausreichend Zeit für sich allein zu nehmen, um nicht auszubrennen und die eigenen Bedürfnisse im Blick zu halten. Doch am Ende gibt uns unser soziales Umfeld Halt und Anerkennung. Pflegen Sie Ihre Freundschaften und Beziehungen und umgeben sie sich mit positiven, wohlwollenden Menschen, die Ihnen guttun und Sie wertschätzen. Toxische Menschen sollten Sie aus Ihrem Umfeld verbannen.

2. Fokussieren Sie sich auf die positiven Seiten.

Einen großen Fehler, den viele Menschen jedoch begehen, ist, sich ausschließlich auf die Anerkennung von außen zu verlassen. So wichtig diese auch ist – letztlich müssen Sie sich vor allem selbst anerkennen und wertschätzen. Wenn Sie Ihr Leben lang darauf warten, dass jemand anderes Ihre Stärken sieht, warten Sie unter Umständen vergeblich. Halten Sie sich stattdessen selbst Ihre Stärken und Errungenschaften regelmäßig vor Augen. Beispielsweise ist ein Tagebuch eine gute Übung, um das Selbstwertgefühl zu stärken: Schreiben Sie jeden Abend auf, was Sie an einem Tag erreicht haben, was Ihnen gut gelungen ist oder wofür Sie stolz auf sich sind. In dem Zusammenhang sollten Sie übrigens auch aufhören, sich mit anderen zu vergleichen – sei es mit Freunden und Bekannten oder mit fremden Personen auf Social Media!

Führen Sie Tagebuch über Ihre Erfolge! Bildquelle: Unsplash / Ava Sol

3. Identifizieren Sie sich nicht mit veränderbaren Variablen.

Fehler Nr. 2: Sich mit Werten wie Job, Haus, Partner oder materiellem Reichtum zu definieren. Was, wenn Sie Ihre Stelle verlieren, Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin Sie verlässt oder Ihr Haus durch ein Unwetter erheblichen Schaden erleidet? Dann verlieren Sie darüber hinaus auch Ihren Selbstwert – da Sie diesen an unkontrollierbaren Faktoren festgemacht haben. Dabei sollte Ihr Selbstwert den beständigen, fest verankerten Teil Ihrer Persönlichkeit bilden. Sie besitzen immer einen hohen Wert, ganz gleich, wo Sie wohnen, wie Sie Ihr Geld verdienen und mit wem Sie Ihre Zeit verbringen. Ein solcher Shift im Mindset ist vielleicht einer der schwierigsten, aber gleichzeitig auch einer der wichtigsten Schritte zu einem höherem Selbstwert.

4. Arbeiten Sie mit Ihren Glaubenssätzen.

Wie bereits erwähnt, liegt das Fundament des eigenen Selbstwerts häufig in der Kindheit. Das ist auch die Zeit, in der wir wesentliche Glaubenssätze formen, die uns dann ein Leben lang begleiten. Es bedarf einiges an Selbstreflektion und Innenschau, um die eigenen Glaubenssätze zu erkennen und gegebenenfalls aufzulösen. Ein geringer Selbstwert äußert sich durch Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich muss anderen gefallen“ oder „Ich werde nicht geliebt“. Ersetzen Sie diese durch positive Affirmationen wie „Ich bin genug“, „Ich schaffe das“ und „Ich werde geliebt“.

Krisenfester, ausgeglichener und glücklicher durch einen gestärkten Selbstwert

Es mag eine Weile dauern, bis Sie Ihr Selbstwertgefühl in seinen Wurzeln gepackt und gestärkt haben. Womöglich handelt es sich gar um einen Prozess, der niemals abgeschlossen ist. Aber: Er lohnt sich. Hinterfragen Sie immer wieder, wie viel Wert sie sich gerade beimessen – vor allem dann, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.

Wenn Sie nicht nach Ihren persönlichen Werten handeln, sondern stets mehr die Bedürfnisse und Erwartungen anderer erfüllen möchten, verwehren Sie sich einem Leben, das Sie selbst zutiefst erfüllt und glücklich macht. Umso mehr Sie aus Selbstwert handeln, desto lieber verbringen jedoch auch andere Menschen Zeit mit Ihnen. Schließlich vermitteln Sie ihnen dann nämlich automatisch das Gefühl, ebenfalls wichtig und wertvoll zu sein.

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