Barfußlaufen: Eine Wohltat für Füße und Seele

von Team Zelltuning
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Das Barfußlaufen ist die natürlichste Art der Fortbewegung – unsere Vorfahren liefen täglich zahlreiche Kilometer ohne Schuhe durch Wälder und Wiesen. Bis heute vermittelt das Laufen ohne Schuhe uns ein Gefühl von Freiheit und Naturverbundenheit: Erinnern Sie sich einmal an das schöne Gefühl, wenn Sie im Sommer barfuß über die weiche Wiese laufen oder am Strand den feinen Sand zwischen den Zehen spüren.

Doch neben dem guten Gefühl tun Sie mit dem Barfußlaufen auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Denn Sie massieren die Fußsohle, fördern die Durchblutung und stärken die Fußmuskulatur – welche wiederum Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat hat.

Lernen Sie hier mehr darüber, warum Sie hin und wieder die Schuhe weglassen und „unten ohne“ laufen sollten!

Gute Gründe für das Barfußlaufen

Schuhe übernehmen vor allem die Funktion, den Fuß zu federn, zu dämpfen, zu stützen und zu schützen. In der Realität führt das allerdings dazu, dass die Fußmuskulatur nur noch unzureichend beansprucht wird und sich insbesondere in zu engen oder unpassenden Schuhen zurückbildet.

Beim Barfußlaufen übernimmt der Fuß all die oben genannten Funktionen wieder selbst. Der gesamte Bewegungsapparat wird aktiviert und ist an der Fortbewegung beteiligt. Das führt gleich zu mehreren positiven Effekten auf die Gesundheit:

  • Gekräftigte Fußmuskulatur
  • Gekräftigte Wadenmuskulatur
  • Gestärkte Bänder und Sehnen
  • Aufrechtere Haltung
  • Stabilisiertes Fußgelenk
  • Verbesserte Koordination
  • Verringerte Knie- und Rückenschmerzen
Barfuß durch den Sand zu laufen fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch sehr gesund. Bildquelle: Unsplash / Magdalene

Verbesserte Statik und Koordination durch Barfußlaufen

Bedeutend für eine gesunde Körperhaltung sind das Längsgewölbe und das Quergewölbe im Fuß. Diese können unter falschen Schuhen leiden und absenken, wodurch es zu Plattfüßen, Spreizfüßen oder Senkfüßen kommt.

Beim Barfußlaufen kann der Fuß wieder so funktionieren, wie es von der Natur vorgesehen ist. Längs- und Quergewölbe werden gestärkt und teils folgereiche Ausweichbewegungen und Dysbalancen ausgeglichen. Letztere können sich negativ bis in die Knie, Hüfte, den Rücken und gar den Nacken auswirken – denn letztlich ist alles miteinander verbunden.

Durch das Laufen ohne Schuhe kräftigen Sie das Fundament Ihres Bewegungsapparats und beugen so Fehlstellungen vor. Ihre Haltung wird aufrichtiger und die gesamte Statik in Ihrem Körper verbessert sich. Ihre Bewegungen fließen geschmeidiger und Ihre Koordination wird gefördert. Achten Sie einmal darauf, wie häufig Sie beim Barfußlaufen umknicken – wahrscheinlich so gut wie nie.

Geförderter Gleichgewichtssinn und räumliches Bewusstsein

An den Fußsohlen befinden sich zahlreiche Nervenenden und Rezeptoren. Diese haben die Aufgabe, konstant Informationen über den Boden und Untergrund an das Gehirn weiterzuleiten. In Schuhen mit dämpfender und dicker Sohle haben sie aber gar keine Möglichkeit mehr, Informationen aufzunehmen.

Das Barfußlaufen hingegen ermöglicht das Gegenteil. Das führt zu einem stark verbesserten räumlichen Bewusstsein (Propriozeption) und einem intensiveren Gleichgewichtssinn. Für allem für Kinder ist es aus diesen Gründen empfehlenswert, dass sie möglichst häufig barfuß laufen.  

Bewusste Bewegung und Verbindung zur Natur

Wer ohne Schuhe läuft, läuft in der Regel deutlich bewusster und langsamer. Ganz automatisch achten Sie darauf, was sich unter Ihren Füßen befindet, um nicht aus Versehen auf spitze Gegenstände zu treten und sich Schmerzen zuzufügen.

Indem Sie sich bewusst auf den Untergrund und die Bewegung konzentrieren, kommen Sie innerlich zur Ruhe und erhalten ein Gefühl der Entspannung. Das Gehen oder Laufen kann so zu einer Art Meditation werden. Sie nehmen Ihre Mobilität und Ihren Untergrund mit allen Sinnen wahr und lassen die Gedanken zur Ruhe kommen.

Das fördert auch eine tiefere Verbindung zur Natur – denn wie bereits erwähnt, kannten unsere sehr naturverbundenen Vorfahren so etwas wie Schuhe nicht einmal. Das Barfußlaufen liegt also noch tief in unseren Genen verankert.

Laufen Sie öfter barfuß! Bildquelle: Unsplash / Tim Marshall

Unempfindlichere Füße durch Barfußlaufen

Ein weiterer Vorteil des Barfußlaufens ist die Unempfindlichkeit, die mit der Zeit entsteht. Diese kommt allerdings keineswegs durch eine dickere Hornhaut, wie häufig befürchtet wird. Vielmehr erhöht sich die Fettschicht der Unterhaut und sorgt so dafür, dass Kiesel, Steine und Wurzeln deiner Schmerzempfindlichkeit nicht mehr so viel anhaben können. Hornhaut hingegen entsteht durch Reibung und Feuchtigkeit in den Schuhen.

An dieser Stelle möchten wir auch mit einem weiteren Vorurteil aufräumen: Barfußlaufen erhöht weniger das Risiko für Nagelpilz und Fußpilz, als dass es diesem sogar entgegenwirkt. Schließlich lieben Pilze eine feuchte und warme Umgebung, wie sie sie in Schuhen oft vorfinden. Barfuß trocknen die Füße stets schnell ab. Außerdem schützt die bessere Durchblutung beim Barfußlaufen vor Pilzbefall. An einigen fußpilzlastigen Orten wie im Schwimmbad ist es natürlich dennoch ratsam, Badeschuhe zu tragen.

Barfußschuhe: Spüren Sie wieder den Boden unter Ihren Füßen

Vielleicht haben die oben aufgeführten Gründe Sie überzeugt, öfters mal die Schuhe auszuziehen und eine Runde barfuß zu laufen. Es spricht wenig dagegen, im Büro auf Socken den nächsten Kaffee zu holen oder in der Mittagspause barfuß eine Runde durch den Park zu drehen.

Wer noch häufiger von den positiven Effekten profitieren möchte, kann einem aktuellen Trend folgen und sich Barfußschuhe zulegen. Diese haben eine äußerst dünne Sohle und kommen dem Barfußlaufen dadurch so nah, wie es in Schuhen nur möglich ist.

Wenn Sie mit dem Barfußlaufen beginnen möchten, steigern Sie sich am besten langsam. So kann sich die womöglich geschwächte Fußmuskulatur langsam wieder aufbauen und Sie vermeiden unangenehmen Muskelkater. Es ist außerdem ratsam, zunächst auf ebenerdigen und glatten Böden das Gehen ohne Schuhe zu trainieren.

Sobald sich Ihre Füße langsam an die Schuhlosigkeit gewöhnt haben, können Sie den nächsten Schritt wagen und sogar barfuß Sport treiben. Immer häufiger sieht man mittlerweile Jogger ohne Laufschuhe – nicht zu Unrecht, denn auch hier gelten alle oben genannten Gründe. Dennoch sollten Sie sich auch beim barfuß Joggen langsam steigern und mit kurzen Strecken beginnen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Barfußlaufen?

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